Leben mit den Border Collies

If it isn`t a border collie, it`s just another dog.

Diese Rasse, die erst seit 1987 im VDH anerkannt wurde, fasziniert durch ihr wunderschönes, athletisches Aussehen, ihr robustes, ausdauerndes Wesen, gepaart mit einer fast schon legendären Intelligenz und dem "will to please". Gleichzeitig sind die Hunde sehr anhänglich, verträglich und verschmust. Ich liebe zudem auch ihre Individualität im Wesen und Aussehen.

Verständlich daher, dass sich diese Rasse immer größerer Beliebtheit erfreut, gleichzeitig aber leider auch zunehmend Border Collies als Problemhunde gelten.

 

Wer sich für diese wunderbare Rasse entscheidet, muß sich daher vorher damit auseinandersetzt haben, dass der Border Collie in seinen Ursprungsländern Großbritannien, Australien und Neuseeland als Arbeitshund speziell für Hüteaufgaben gezüchtet wurde.

 

Diese Hüteeigenschaften sind es einerseits, was die Hunde auszeichnet, andererseits sind sie oft dafür verantwortlich, dass aus dieser wunderbaren Rasse ein Problemhund wird.

Border Collies brauchen dabei zunächst einmal viel Bewegung. Sie eignen sich daher nicht für Menschen, denen Zeit oder Lust für ausgedehnte Aktivitäten im Freien, sei es Jogging, Radfahren, Reiten oder aus- gedehnte Spaziergänge, fehlen.

 

Border Collies lieben es darüber hinaus, mit ihren Menschen zusammenzusein. Sie sollten daher möglichst nicht ganztags alleine gelassen werden. Meine Hunde lieben es, mich überall hin zu begleiten, selbst wenn es manchmal nur bedeutet, im Auto mitfahren zu können.
Ein guter Border Collie-Züchter wird daher bereits bei der Aufzucht der Welpen darauf achten, dass diese bestens sozialisiert werden und an verschiedene Menschen, Kinder, andere Haustiere, aber auch fremde Umgebungen oder Gegenstände oder an das Autofahren gewöhnt werden.

Wichtig ist ferner eine gute, sensible Erziehung. Einen Border Collie kann man nie mit harter Hand oder gar Strafe erziehen. Schon der Welpe sollte an Welpenspielstunden teilnehmen und frühzeitig an den Grundgehorsam herangeführt werden. Ab etwa 6 Monaten sollten in Junghundestunden ausgebildet werden, wobei auch das Spielen mit anderen Hunderassen nie zu kurz kommen sollte.

Um einem Border und seinem Arbeitsdrang wirklich gerecht zu werden, sollte er zusätzlich eine Aufgabe bekommen, die ihn fordert. Dabei zeigt sich einmal mehr seine Vielseitigkeit. Ob beim Obedience, im Agility, Fly-Ball oder fast artistischem Frisbee - ideal ist alles, was auch dem Besitzer Spaß macht.

Daneben werden Border Collies aber auch sehr erfolgreich in der Rettungshundearbeit eingesetzt. Schade nur, dass es für ihre ursprüngliche Aufgabe, das selbständige Hüten, immer weniger Möglichkeit gibt.

 

Border Collies verlangen keine besondere Pflege. Bürsten des Felles genügt meist. Zahn- und Pfotenpflege sollten je nach Bedarf wie bei anderen Hunden auch vorgenommen werden.

Selbstverständlich sollten Border Collies wie andere Hunde auch regelmäßig geimpft und entwurmt werde. Gegen Zecken und Flöhe empfiehlt sich das beim Tierarzt oder Apotheker erhältiche Mittel "ExSpot" oder "Frontline".

 

Border Collies sind in der Regel und bei guter Haltung äußerst gesunde und robuste Hunde, die zu einer der wenigen erbgesunden Rassen zählen. Achten Sie beim Kauf eines Welpen darauf, dass die Eltern aus HD ( Hüftgelenksdysplasie)-freien Beständen kommen und auf erbliche Augenkrankheiten untersucht wurden.

Border Collies gelten als spätreif, d.h. sie erreichen meist erst nach einem Alter von drei bis vier Jahren ihr volle Reife. Sie werden bei guter Gesundheit Vitalität oft zehn und mehr Jahre alt und bleiben oft bis in das hohe Alter hinein vital.